Mertin will Strafmündigkeitsalter anpassen

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Nach Vergewaltigung in Mülheim

Der Rheinland-Pfälzische Justizminister Herbert Mertin spricht sich derzeit für einen größeren Spielraum bezüglich des Strafmündigkeitsalters aus. Das geht aus einer Meldung der Rhein-Zeitung hervor. Hintergrund ist die Vergewaltigung einer Frau in Mülheim an der Ruhr, an der auch zwei 12 Jahre alte Jungen beteiligt gewesen sein sollen. Zwar befürworte er eine generelle Absenkung der derzeitigen Grenze von 14 auf 12 Jahren nicht, könne sich jedoch vorstellen, in der Altersspanne von 12 bis 14 Jahren - insbesondere für schwere Delikte oder Verbrechen - eine Einzelfallprüfung durchführen zu lassen. Für jugendliche Straftäter zwischen dem 14. und 17. Lebensjahr gilt derzeit in Deutschland das Jugendstrafrecht. Jüngere Straffällige gelten juristisch hingegen als strafunmündig.