Vorfall in Mülheim löst Grundsatzdebatte aus

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Strafmündigkeit herabsetzen?

Nach der mutmaßlichen Vergewaltigung in Mülheim an der Ruhr und dem darauf folgenden Diskurs innerhalb der Gesellschaft, hat sich die rheinland-pfälzische Polizeigewerkschaft gegen eine Herabsenkung der Strafmündigkeit von Kindern ausgesprochen. So sei laut der Gewerkschaft der Anteil der tatverdächtigen Jugendlichen kontinuierlich zurückgegangen. Ein solcher Schritt müsste in vielerlei Hinsicht gerechtfertigt und intensiv fachlich diskutiert werden. Zudem zweifelt die Gewerkschaft an, dass die zunehmende Bestrafung von Kindern auch zu weniger Kriminalität führen würde. Erst vor wenigen Tagen hatte sich der rheinland-pfälzische Justizminister Herbert Mertin offen für eine Diskussion um die Herabsetzung des derzeitigen Strafmündigkeitsalter gezeigt. am vergangenen Freitagabend sollen drei 14-Jährige und zwei Zwölfjährige eine junge Frau in Mülheim an der Ruhr in einem Waldstück vergewaltigt haben. Die beiden Jüngeren sind strafunmündig.